Infoabend über Schulzentrum

Dem Konzept der Realschule liege eine Entwicklung vieler Jahre zu Grunde. „Unser Kollegium würde gern so weitermachen", sagte er. Noch wisse niemand, wie das zukünftige Schulmodell für Balve konkret aussehen könne. Favorit ist derzeit die Sekundarschule. Dies sei noch rein hypothetisch und werde letztendlich von der Politik entschieden.
In die Planungen sollen seitens der Stadt Balve jedoch auch die Schulleitungen und die Eltern einbezogen werden. „Dann hoffen wir, dass wir nicht nur nach den möglichen neuen Schulvarianten befragt werden, sondern auch danach, ob wir unsere bisherigen Schulen behalten möchten", hieß es aus dem Elternkreis.
Fakt sei derzeit, dass die Kinder, die für das Schuljahr 2012/13 an einer der beiden Schulen angemeldet werden, die jeweilige Schullaufbahn mit vollen sechs Jahren durchlaufen würden, erklärte Ulrika Scholder den verunsicherten Eltern. „Was passiert, wenn mein Kind eine Klasse wiederholen muss, aber Haupt- und Realschule in ihrer bisherigen Form nicht mehr bestehen?", sorgte sich ein Elternteil. Eine Frage, die die Schulleiter noch nicht beantworten konnten.
Dass die Qualität an beiden Schulen hoch ist, erläuterten die Schulleiter an den Besonderheiten, die neben den regulären Schulkonzepten in die Schulprogramme aufgenommen worden sind. Beide Schulen erhielten Auszeichnungen und schnitten mit Bestnoten bei Qualitätsanalysen ab. Während jährlich bis zu 70 Prozent der Realschüler ihre Schullaufbahn mit der Qualifikation für die gymnasiale Oberstufe abschließen, schaffen etwa ein Drittel der Hauptschüler den Sprung in die Klasse 10B und gehen damit den Weg zum Mittleren Abschluss.
Die Hauptschule als Ganztagsschule mit zwei Pflichtunterrichtsnachmittagen und drei AG- und erlebnispädagogischen Nachmittagen, bietet den Schülern einen guten Start. „Wir gucken sehr genau auf die Neigungen unserer Schüler", so Ulrika Scholder. Dadurch werde deutlich, wer ab der siebten Klasse in den Hauptfächern Erweiterungskurse besuchen könne. Durch das Berufsorientierungsbüro, das auch von Realschülern genutzt werde, sowie einen Berufsschnuppertag in der achten Klasse und den Praktika in der neunten und zehnten Klasse, würde die Suche nach einem Ausbildungsplatz erleichtert, sagten Ulrika Scholder und Marco Sawatzki.
Ein dreiwöchiges Praktikum absolvieren auch die Realschüler in der neunten Klasse. Zusätzlich vermittle das Projekt „Partner für Schüler" mit Seniorpartnern aus Unternehmen Einblicke in die Berufswelt, erklärte Tobias Hommel, der auch das Lernstudio und die verschiedenen Modelle der „Lern-GmbH" vorstellte.
Die Anmeldezeiten für das neue Schuljahr sind an beiden Schulen identisch: 13. bis 17. Februar jeweils von 8 bis 12 Uhr. Am Dienstag und Donnerstag können Eltern ihre Kinder auch von 15 bis 18 Uhr anmelden.
Uta Baumeister
