Brigitte Arends ist „ausgeschult“
Reisefreudige Realschullehrerin im Ruhestand
BALVE. Weder „in den Ruhestand“ noch „in den Unruhestand entlassen“ schien den meisten Kolleginnen und Kollegen der passende Ausdruck bei der Verabschiedung von Brigitte Arends. So bekam sie, wie vor fast 60 Jahren zur Einschulung, von ihren ehemaligen Kollegen unter anderem eine Schultüte zur Ausschulung überreicht.

Mehr als 20 Jahre arbeitete Brigitte Arends an der Realschule Balve. Die Sprachen hatten es ihr angetan, so unterrichtete sie außer Englisch und Französisch im Rahmen einer AG auch noch Italienisch.
Sie war eine der reisefreudigsten Lehrerinnen an der Schule. Damit die Schüler die Sprachen auch anwenden konnten, führten ihre Klassenfahrten nach Möglichkeit nach England, die Kursfahrten nach Frankreich. Hier pflegte sie mit Französischen Schulen Partnerschaften. Doch nicht nur an ihre eigenen Klassen dachte sie, durch so genannte „Crash Touren“ ermöglichte sie allen Schülern der 10. Klasse, einen Tag in London zu verbringen.
Von ihren Schülern wird Brigitte Arends als konsequent beschrieben, sie sei streng aber gerecht. Neue Klassen mussten sich erst an ihre Zeiten-Tests gewöhnen. Und währen ihrer Pausenaufsicht hielt man sich besser an die Regeln.
Das Kollegium wird sie vermissen. Sie setzte sich immer für die Belange der Lehrer und Schüler ein. Brigitte Arends organisierte die Lehrausflüge und war maßgeblich an der Kollegen-Koch-AG, die in unregelmäßigen Abständen stattfindet, beteiligt.
Die Realschule verliert eine engagierte Vollblutlehrerin, die mit unglaublichem Elan unterrichtet hat“ verabschiedete Konrektor Tobias Hommel Brigitte Arends und überreichte ihr die Entlassungsuhrkunde. Der begeisterten Seglerin wünscht das Kollegium für den Ruhestand viele schöne Reisen und immer ein Hand breit Wasser unter dem Kiel.
