Erste Eindrücke von den Lerntagen
Roboter selbst gebaut und programmiert

„Bei den Projekten wird nichts angeboten, was nach Schule und Lernen aussieht", erklärt Ursula Korbella von der Realschule in Balve. Drei Tage lang bietet die Schule unterschiedlichste Projekte für alle Schulklassen an. „Wir haben die Aktionen natürlich auf die Altersstrukturen und Interessen der Kinder angepasst", so Ursula Korbella weiter.
Die sechsten und siebten Klassen der Realschule konnten sich zu verschiedenen Projekten anmelden. Besonders begehrt waren die Plätze in der Roboter-AG. Hier bauten die Kinder eigene Roboter aus Lego, die bei richtiger Programmierung über die Flure der Schule wackelten. „Die Kinder können in der siebten Klasse ein Wahlpflichtfach belegen, darunter Informatik. Durch dieses Projekt wollen wir die Kinder, vor allem die Mädchen, spielerisch an dieses Fach heranführen", sagt Heike Rosemann von der Fachhochschule Dortmund. Gemeinsam mit Studentinnen der Informatik, und Elektrotechnik unterstützte sie die Kinder beim Roboterbau.
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Die Schüler und Schülerinnen der Jahrgänge acht und neun nahmen ausschließlich an Projekten zum Thema „Fit for Job" teil. „Für diese Schüler geht die Schullaufbahn in die heiße Phase, sie müssen sich entscheiden, welchen beruflichen Weg sie einschlagen möchten", so Ursula Korbella. Um den Schülern die Entscheidung bei der Berufswahl zu erleichtern, waren 15 Betriebe aus Balve zur Realschule gekommen, um einen Einblick in den Arbeitsalltag zu gewähren.
Die Bäckerei Grote hatte sich etwas ganz Besonderes für die Teilnehmer einfallen lassen: In Kleingruppen mussten die Jugendlichen aus frischen Zutaten ein eigenes Frühstück mit Preis und Werbeslogan entwickeln. Und die Hobbybäcker ließen sich einiges einfallen, um die gestrenge Jury zu überzeugen. Vom deftigen Bauernfrühstück bis zum Frühstück für frisch Verliebte war alles dabei. Der Clou an der Sache: Das Siegerfrühstück wird, so wie es von den Jugendlichen zusammengestellt wurde, in den Filialen der Goldbäckerei Grote verkauft. Freuen durften sich am Ende die Schöpferinnen des Bauernfrühstücks, Vivien Oertel und Sarah Heger.
Während die alten Hasen in der Realschule werkelten, geht es für die fünften Klassen für vier Tage in die Sportschule Hachen. Das Besondere: Zum ersten Mal fuhren auch die Fünftklässler der Hauptschule mit nach Hachen. „Wir wollen die Zusammenarbeit der Real- und Hauptschule ausbauen und auf diesem Wege auch voneinander lernen", erklärt Ulrike Mertens von der Hauptschule Balve.
112 Kinder bevölkern das Gelände der Sportschule und nehmen täglich an mehreren Modulen teil. „Die Biologie-, Kunst-, Sozial- und Lernmethodenmodule sind Pflichtmodule, die Sportmodule konnten die Kinder im Vorfeld wählen", sagt Ulrike Mertens. So lernen die Kinder etwas über die Überlebensstrategie der Tiere im Winter, über richtiges Sozialverhalten oder die beste Methode, ungeliebte Vokabeln zu behalten und können sich später am Tag beim Aquafun oder dem Spielparcours Takeshis Castle austoben.
Leonie Prym
