Zwischenbericht Japan 2016

20.10.2016 von Niklas Drüeke, seit Marz 2016 in Japan
 
Alles fing damit an, dass ich am 22.3.2016 in Narita bei Tokio am gleichnamigen Airport aus dem Flugzeug ausgestiegen bin. Von diesem Moment an wusste ich, ich bin in Japan! Schnell ging es für uns in eine Art Vorbereitungslager. Dort waren wir erst einmal für 5 Tage einigermaßen von der Außenwelt abgeschnitten, weswegen wir uns noch ein wenig wie in Deutschland gefühlt haben. Das Ganze endete für die knapp 200 Austauschschüler aus aller Welt noch mit einer lustigen, gemeinsamen Abschlussparty. Danach ging es für mich in die Gastfamilie und mein richtiges Leben in Japan begann ...
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Ich wurde von meiner Gastmutter abgeholt und dann sind wir zusammen mit dem Zug nach Inzai Shi in die Präfektur Shiba gefahren. Am Bahnhof wartete dann auch schon mein Gastvater und wir fuhren mit dem Auto weiter zum Haus zur Familie Hayashi. Dort konnte ich endlich das Wohnhaus, welches ich sonst immer nur auf Google Maps betrachtet hatte, endlich mal in der Realität sehen. Es war ein echt tolles Gefühl dann auch hinein gehen zu können. Erst war ich ein wenig überrascht, da es im Vergleich zu deutschen Häusern echt klein ist, allerdings konnte ich mich daran sehr schnell gewöhnen.
Nach dem Ankommen gab es dann erst mal eine kleine „Kennenlern-Runde“. Die Koffer wurden ausgepackt, Geschenke wurden ausgetauscht und ich konnte mich gleich dem japanischen Fernsehen stellen. Ich verstand erst einmal kein Wort, allerdings musste ich dann doch sehr über die lustigen Werbespots lachen. Nachdem sich dann auch alles so langsam eingefunden hatte ging der erste Tag dann auch schon zu Ende und ich ging schlafen.
Einige Tage brauchte ich dann noch um mich ein wenig in alles rein zu finden. Die Kultur und ein wenig in die Sprache. Alles war am Anfang recht viel, aber mit der Zeit gewöhnte ich mich an alles. Mir wurden viele schöne Plätze wie schintoistische
und buddhistische Tempel oder ein paar andere tolle Orte gezeigt. Ich konnte mein neues japanisches Leben richtig genießen, bis dann endlich auch die Schule begann.
Als der Unterricht an der Sakura High School dann startete, änderte sich mein Alltag grundlegend, ich war von nun an von morgens bis abends in der Schule und hatte das erste Mal richtigen Kontakt zu japanischen Menschen in meiner Altersklasse. Ich wurde von allen gut aufgenommen und konnte mich prima in die Klasse einfinden, da alle immer sehr nett und hilfsbereit zu mir waren.
Ich trat dann den Rugby Club bei und schon bald drehte sich mein Alltag nur noch um Schule. Viel von meiner Freizeit blieb dann nicht mehr übrig, aber das war mir zu diesem Zeitpunkt sehr egal weil es mir sehr viel Spaß gemacht hat.
Und so gewöhnte ich mich dann auch an den neuen Alltag. Mein Japanisch wurde besser und immer mehr Leute sagten, dass ich mich langsam wie ein Japaner benehmen würde...ob das stimmt, weiß ich nicht.
Zwischendurch ging es dann auch mal nach Tokio und mit dem Rugby Club zu einem Rugby Camp in die Nagano Präfektur.
Insgesamt kann ich sagen, dass mein Austauschjahr bisher meine schönste Lebenserfahrung ist. Ich glaube, dass ich sehr traurig werde, wenn ich wieder nach Hause fahre...
Aber bis dahin ist ja noch Zeit ... ein wenig
Niklas Drüeke

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